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Editorial

Prof. Dr. Werner Klaffke – Geschäftsführer Bayern Innovativ GmbH, Nürnberg (© Bayern Innovativ GmbH)

Liebe Leserinnen und Leser,

der Drang des Menschen seine Umwelt zu gestalten und damit auch immer neue Produkte und Dienstleistungen zu erfinden, ist Teil seiner Natur. Diese Kreativität zudem zu reflektieren  und die Gestaltungskräfte in Bahnen zu lenken, die langfristig seine Lebensgrundlagen sichern, ist Privileg seiner geistigen Entwicklung.

Mit der Möglichkeit, Produkte weltweit auf den Markt zu bringen, hat sich der Kreis der Abnehmer der Ergebnisse spezifischer Kreativität in den vergangenen Jahrzehnten extrem vergrößert. Denn aller bestehenden Unzulänglichkeiten zum Trotz ist der globale Waren- und Informationsverkehr in der Summe positiv zu bewerten: Nie zuvor sind mehr Menschen an der globalen Wertschöpfung beteiligt gewesen und haben davon profitieren können.

Weit entwickelte Volkswirtschaften werden nicht über den Produktionspreis, nicht mehr über die Faktoren Arbeit und Energie, sondern über die Informationsdichte in ihren Produkten  wettbewerbsfähig. Aus diesem Grunde sind Innovationen und wirtschaftliche Prosperität eng miteinander verzahnt.

Für die heimische Wirtschaft bedeutet das, mehr Ideen in den Markt zu bringen, durch Kombination aus den verschiedenen Technologiefeldern, durch naturwissenschaftlich-technische Forschung, durch schnelles Begreifen und Reagieren auf Marktbedürfnisse.

Die gesamte Wirtschaft muss präsent und schnell sein: auf allen Märkten, in allen Technologien, und sie muss sich auf die globalen Megatrends einspielen. Natürlich kann das ein isoliertes Unternehmen nicht leisten. Deshalb gibt es Wertschöpfungs- wie Zulieferketten, in denen sich Unternehmen wie in einem Ökosystem eingliedern und ihren Platz finden.

Solche Ökosysteme allerdings sind nie stabil, sondern dynamisch, und damit bedürfen gerade kleine und mittelständische Unternehmen intelligent gemachter Netzwerke, in denen sie neue Partner und Beteiligungsmöglichkeiten finden, in denen sie den Innovationsprozess durch Zusammenarbeit kooperativ gestalten können.

Um dies noch fachübergreifender und offener gestalten zu können, haben wir unsere fünf „Kompetenzfelder“ auf die globalen Trends ausgerichtet, um schon bei der Vernetzung den Markt im Visier zu haben.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.

Werner Klaffke